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Thomas Langer über faire Gehälter und Kanzleikultur
Thomas Langer, Steuerberater und Kanzleichef, im Gespräch über Arbeit, Unternehmenskultur und moderne Kanzleiführung.
14.08.2026

Mehr als ein gutes Gehalt: Was Mitarbeitende wirklich zufrieden macht und warum sie bleiben

Gutes Gehalt ist wichtig. Aber es erklärt noch lange nicht, warum Menschen bleiben. Die Thomas Langer Steuerberatungsgesellschaft mbH wurde von kununu, der bekannten Arbeitgeber-Bewertungsplattform, für Gehaltszufriedenheit und Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Ein Anlass, genauer hinzuschauen. Im Interview spricht Geschäftsführer Thomas Langer darüber, warum Wertschätzung mehr ist als ein Siegel: Sie zeigt sich im Team, in flexiblen Lösungen und in der Freiheit, Arbeit mitzugestalten.

Herr Langer, Ihre Kanzlei wurde von kununu für Gehaltszufriedenheit und Familienfreundlichkeit ausgezeichnet. Woran merken Sie, dass man gern bei Ihnen arbeitet?

Das merkt man am Umgang miteinander: an der Stimmung, am Lachen, auch wenn es stressig wird. Und obwohl wir eine großzügige Homeoffice-Regelung haben, sind viele trotzdem gern vor Ort, ein starkes Zeichen. Auch bei Teamevents merke ich, dass der Zusammenhalt ernst gemeint ist. Es macht eben einen Unterschied, ob Menschen nur ihren Job erledigen oder ob sie sich mit der Kanzlei identifizieren und Dinge gemeinsam besser machen wollen. 

Sie beschreiben ein enges Team. Was passiert, wenn es trotzdem einmal knirscht?

Dann wird es direkt angesprochen. Ich halte nichts davon, Dinge monatelang mit sich herumzuschleppen und erst im Jahresgespräch auf den Tisch zu legen. Wenn etwas stört, sollte man es sagen – vernünftig, offen und ohne große Oper. Meist klären die Kolleginnen und Kollegen das direkt miteinander. Und das funktioniert bei uns richtig gut.


„Am Ende hängt Qualität immer an Menschen“

Faire Bezahlung ist die Grundlage. Entscheidend ist das Gesamtpaket aus Gehalt, Anerkennung und Entwicklung bei der Thomas Langer Steuerberatungsgesellschaft mbH. 


Sie wurden auch für Gehaltszufriedenheit ausgezeichnet. Was heißt faire Vergütung für Sie?

Wer gute Leute haben und halten will, muss sie ordentlich bezahlen. Aber faire Vergütung ist mehr als die Zahl auf dem Gehaltszettel. Dazu gehören bei uns Benefits, ein Jahresbonus und das Leistung auch gesehen wird. Am Ende hängt Qualität immer an Menschen. Und die brauchen Bedingungen, die fair sind und sich genauso anfühlen.

Wie zeigt sich das im Kanzleialltag?

Dass man über Geld, Leistung und Entwicklung offen sprechen muss. In den Jahresgesprächen schauen wir deshalb nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorn: Was lief gut? Was soll sich verändern? Wo soll die Reise hingehen? Daraus ergeben sich dann auch Spielräume und Perspektiven zu Gehalt, Aufgaben und Weiterbildung.

Sie sprechen von Entwicklung: Wie viel können Mitarbeitende bei Ihnen selbst gestalten?

Sehr viel! Wer nur abarbeitet, was ihm zugeteilt wird, bleibt oft unter seinen Möglichkeiten. Bei uns können Mitarbeitende mitentscheiden, in welche Richtung sie sich entwickeln wollen. Fachlich über bestimmte Schwerpunkte oder organisatorisch über Arbeitszeiten, Homeoffice und Aufstiegsmöglichkeiten – aus meiner Sicht ein zentraler Zufriedenheitsfaktor.


"Ein Umfeld, wo man wachsen kann"

Wenn das Leben dazwischenkommt, braucht Arbeit Spielraum statt starre Regeln. 


Sie haben auch das kununu-Siegel für Familienfreundlichkeit erhalten. Geht es Ihnen dabei eher um Familie im engeren Sinn oder um Vereinbarkeit insgesamt?

Für mich geht es um Vereinbarkeit insgesamt. Kinder sind ein wichtiger Punkt, aber nicht der einzige. Es kann auch um Pflege, private Verpflichtungen, Gesundheit oder einfach darum gehen, Beruf und Leben gut zusammenzubringen. Entscheidend ist, dass Mandanten verlässlich betreut werden. Innerhalb dieses Rahmens gibt es bei uns viel Flexibilität: bei Arbeitszeiten, Homeoffice, Urlaubsplanung oder wenn privat kurzfristig etwas dazwischenkommt. Das funktioniert, weil das Team mitzieht und Vertretungen klar geregelt sind. 

Damit solche Flexibilität mehr ist als guter Wille, muss sie auch technisch funktionieren, oder?

Absolut. Flexibilität hilft nur, wenn man auch außerhalb des Büros vernünftig arbeiten kann. Deshalb ist Digitalisierung für uns nicht nur ein Kanzleithema, sondern auch ein Mitarbeiterthema. Wer im Homeoffice arbeitet oder kurzfristig umplanen muss, braucht Zugriff auf Systeme, Prozesse und eine verlässliche digitale Infrastruktur. Nur dann werden aus guten Absichten echte Freiräume. 

Zum Schluss ein Perspektivwechsel: Wenn Sie Bewerber wären, was würde Sie an Ihrer Kanzlei überzeugen?

Mich würde überzeugen, dass man hier menschlich zusammenarbeitet und sich fachlich weiterentwickeln kann. Dazu kommen moderne Ausstattung, ein starkes Team und Mandanten, die unsere Arbeit wertschätzen. Kurz, ein Umfeld, wo man wachsen kann. 

Herr Langer, vielen Dank für das Interview. 



Bildquellen: istockphoto (ArtMarie & Peoplemages)